Der Mensch als Ganzes

TCM betrachtet den Körper als Ganzheit und deutet Krankheiten als Muster der Disharmonie oder Störung des glatten Blut- und Qi/Energie-Flusses. Die Behandlung sucht den Patienten wieder ins Gleichgewicht zu bringen und damit die gesunde Harmonie wiederherzustellen. Die chinesische Diagnostik umfasst vier Methoden, die traditionell mit vier Begriffen bezeichnet werden: sehen, hören, fragen und fühlen. Dabei sind die Zungen- und Puls-Diagnose besonders wichtig.

Besonders effizient bei: akuten und chronischen Schmerzzuständen, Störungen des Stütz- und Bewegungsapparats, Augenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege, Allergien/Hauterkrankungen, Störungen der Immunabwehr, neurologischen Erkrankungen (Kopfschmerzen/Migräne, Schwindel), gastro-intestinalen Erkrankungen, urologischen Erkrankungen, gynäkologischen Erkrankungen, inneren Krankheiten (hormonelle Störungen, Anämie, Gicht), nervösen Erschöpfungszuständen, Prüfungsängsten, Schlafstörungen, psychischen und psychosomatischen Störungen, depressiven Zuständen, Stress. Auch geeignet zur Rauchentwöhnung (CHIAPI-Methode: eine Sitzung genügt)  und als Prophylaxe zur Gesundheitserhaltung.

Angebotene Therapiemethoden

Akupunktur bringt Energie wieder in Fluss.

Qi ist Lebenskraft – jene Energie, die Yin und Yang verbindet. Zusammen mit Blut und Flüssigkeiten fliesst es in Meridianen durch den Körper und erhält uns lebendig und gesund. Meridiane sind Leitbahnen, über die das Qi die Organe und Körperteile durchfliesst, um ihre Aktivität zu regulieren und harmonisieren. Die Akupunkturpunkte befinden sich entlang dieser Leitbahnen.

Wenn das Qi frei fliesst, befinden sich Yin, Yang und die gesamte Person im Gleichgewicht. Ist es aber blockiert, kann es zu einer Krankheit kommen. Mit ganz feinen Nadeln, werden Qi und Blut in den Meridianen reguliert, Qi-Stagnationen oder -Blockaden gelöst, bei Mangel wird Qi tonisiert, bei Fülle Qi sediert.

Reizverstärkung durch Elektrostimulation ähnlich wie bei der Körperakupunktur.

Das Schröpfen ist die Behandlung von Krankheiten durch Ansaugen der Hautoberfläche mit Hilfe kleiner Gefässe, in denen ein Vakuum durch Hitze in Form von entzündeten, alkoholgetränkten Baumwolltupfern erzeugt wird.

Die Gefässe können aus Bambus oder Glas sein. Es gibt sie in verschiedenen Grössen. Die Ränder der Gefässe müssen gerade und glatt sein.

Wirkungen des Schröpfens:

 Es hat die Eigenschaft, die Punkte und Leitbahnen zu stimulieren, um:

  • Qi-Stagnation und Blut-Stase in den Leitbahnen zu verteilen, z.B. Trauma verursachte Qi-Stagnation und Blut-Stase in den Leitbahnen, Rückenschmerzen zu lindern, d.h. eine Verstopfung der Meridiane aufzulösen, oder, die Leitbahnen durchgängig zu machen
  • Blockaden infolge von Qi- und Blut-Leere in den Leitbahnen zu verteilen, d.h. Parese oder Paresthesien zu behandeln
  • Exogene Faktoren, wie Wind, Kälte, Hitze, etc., zu eliminieren
  • Organ-Funktion zu aktivieren

Diese wirksame 5-Punkte Akupressur-Methode wurde von Dr. Pierre-Noël Delatte entwickelt. Sie wirkt insbesondere auf der emotionalen Ebene: negative, belastende Emotionen wie Lampenfieber, Depression, Panikattacken oder Wut lösen sich auf. Sogar bei psychosomatischen Erkrankungen (Asthma, Ekzeme, Magengeschwüre…) bringt die Methode Erleichterung und hilft, die Heilung zu beschleunigen.

Tapping Solution nach Nick Ortner, auch EFT genannt – Emotional Freedom Technique – wirkt auf mentale, emotionale und physische Ebene und hilft, schwierige alltägliche Situationen zu bewältigen.

Basierend sowohl auf Akupressur – uraltes TCM-Wissen -, als auch auf moderne Psychologie, aktiviert „Klopfen“ spezifische Meridianen-Endpunkte, die wiederum eine Wirkung auf negative Emotionen oder physischen Empfindungen haben.

Kombiniert mit ausgesprochenen Sätzen, beruhigt Tapping das Nervensystem und fördert die Wiederherstellung vom energetischen Gleichgewicht im Körper und das Neuprogrammierung von Gehirn.

Diese einfache Methode hilft bei chronischen Schmerzen, Stress, Sucht, Ängsten, Schlafstörungen, Depressionen, Gewichtsabnahme, und vieles mehr.

Die Akupunktur-Punkte auf den Meridianen werden durch einen Softlaser-Strahl stimuliert (Softlaser: Laser mit relativ geringer Leistungsstärke).
Biologische Wirkungen: stabilisiert die Zellmembran, regt den Stoffwechsel an mit Freisetzung bioaktiver Stoffe, die den Heilungsprozess fördern.

Die Laser-Akupunktur hat noch den Vorteil schmerzlos zu sein!

Die Ohrmuschel ist stark innerviert und alle Organe des Körpers sind am Ohr repräsentiert. Die reflektorischen Beziehungen zwischen Ohrarealen und bestimmten Körperregionen bieten also viele therapeutische Möglichkeiten. Mit kleinen, feinen Nadeln, aber auch mit geklebten Ohrsamen, kann man dort wirksame Punkte stimulieren.

Moscha

Der Begriff „Moxa“ geht auf das japanische Wort mogusa zurück, das dem chinesischen Wort jiu entspricht. Die Moxibustion behandelt oder beugt Krankheiten durch die Anwendung von Hitze an Akupunkturpunkten oder bestimmten Orten des Körpers vor. Als Material wird hauptsächlich Moxawolle in Form von Zigaretten oder kleinen Kegeln benutzt.

Moxawolle wird aus trockener Moxa oder aus den Blättern der Artemesia vulgaris (Beifuss) hergestellt.
Artemesia vulgaris wächst in ganz China. Sie wird für Heilzwecke in China seit mehreren tausend Jahren verwendet.
Glühende Moxawolle hat folgende Vorteile:
Die Hitze ist mild, dringt aber trotzdem tief unter die Haut vor. Dies ist ein sehr angenehmes Gefühl.

Wirkungen der Moxibustion:

Es hat die Eigenschaft, die Punkte zu erwärmen, um:

  • Qi-Stagnation und Blut-Stase in den Leitbahnen zu verteilen, z.B. Trauma verursachte Qi-Stagnation und Blut-Stase in den Leitbahnen, Rückenschmerzen zu lindern, d.h. eine Verstopfung der Meridiane aufzulösen, oder, die Leitbahnen durchgängig zu machen
  • Exogene Faktoren, wie Kälte und Feuchtigkeit zu eliminieren
  • Innen-Kälte zu eliminieren
  • Yang zu stärken, d.h. Yang-Funktionen, v.a., die Yang-wärmende Funktion zu aktivieren, aber auch die transportierenden und transformierenden Funktionen, die hebenden und haltenden Yang-Funktionen und die schützende Funktion von Yang (d.h. Wei Qi stärken)
  • Organ-Funktion zu aktivieren

Klinisch können vier Methoden der Moxibustion unterschieden werden:
Moxibustion mit Moxakegeln, mit Moxazigarren, mit erwärmten Akupunkturnadeln und Moxibustion mit Moxakästchen.

Die Gua Sha Behandlung war schon in der Antike eine in China verbreitete Heilmethode, die man z.B. bei Hitzschlag, Erkältung oder chronischen Schmerzen schnell und überall anwenden konnte.

Im Huang Di Nei Jing wird gesagt: „Was auch immer im Inneren vorgeht, es wird sich an der Oberfläche zeigen.“

Anwendungsbereiche des Gua Sha

Gua Sha, das Streichen an bestimmten Stellen der Haut, regt die Durchblutung an, vermindert die Verspannung der Muskulatur, erweckt den Metabolismus der Zellen zu neuem Leben und initiiert auf dieser Weise den inneren Ausgleich der Lebensenergie Qi. Das Ungleichgewicht  der Energien  wird damit als Ursache der Krankheit beseitigt und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Das natürliche Gleichgewicht im menschlichen Körper ist die Voraussetzung für seine Gesundheit.

Diese Methode hat sich im antiken China zuerst in der Volksmedizin, später auch in der Traditionellen Medizin mit einfachen Mitteln etabliert: dickwandige Gläser, Schöpfgläser, Münzen, Kochlöffel, Büffelhorn, Jade. Hierbei wird die Haut durch Reiben und Ziehen dieser Materialien, solange gereizt bis sich eine Rötung zeigt. Diese Rötungen, Hämatome und Petechien dienen nicht nur der Ableitung über die Haut, sondern werden auch zur Diagnose genutzt.

Gua Sha Fa, das Reiben und Ziehen von Schabern über die Haut, führt zu folgenden Wirkmustern: durchblutungsverbessernd, entspannend, schmerzlindernd, Stoffwechselaktivierung, Harmonisierung des Qi-Flusses, Anregung der Hautausscheidung, Anregung der Hautfunktion, Ableiten von Toxinen über die Haut, Eigenbluttherapie aufgrund der Hämatome und Petechien, unspezifisch Immunstimulierung.

Als Gleitmittel benutzt man in China verschiedene Öle. Öl auf Basis von Johanniskraut, Mandel- oder Sesamöl auf der Basis von Pfefferminzöl.

Die schädliche Wirkung von Nikotin ist durch moderne wissenschaftliche  Forschungen eindeutig belegt. Für viele Menschen ist es schwierig, sich aus ihrer Nikotinabhängigkeit zu befreien.

Eine Akupunkturbehandlung hilft, die unangenehmen Symptome beim Nikotinentzug zu mildern. Die CHIAPI-Methode gilt dabei als besonders effizient: das Suchtbedürfnis wird dadurch neutralisiert und als Folge davon die Lust am Rauchen besser überwunden.

Auch Ohr-Akupunktur mit Pflanzensamen-Klebemethoden oder Selbstmassage können eine gute Unterstützung zur Körperakupunktur sein.

Natürlich spielt dabei auch die persönliche Willenskraft des Rauchers/der Raucherin eine entscheidende Rolle.

Aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin kann langjähriges Rauchen eine feuchte Hitze vor allem in der Lunge, aber auch in der Leber und der Milz verursachen, wobei in späteren Phasen ein Yin-Mangel entsteht. Hauptbeschwerden sind zum Beispiel starke Unruhe, Nervosität, dicker Schleim, aber auch vermehrter Schweiss und Verstopfung.

Lassen Sie sich beraten!

Bilder © Peter Maurer für TCM Fachverband Schweiz